Das Wort eines alten Soldaten

Mein Leben, das Leben eines alten russischen Soldaten, der am Zweiten Weltkrieg teilnahm, neigt sich seinem Ende zu. Je näher es ihm kommt, desto stärker leidet mein Herz an den Schmerzen aus der Vergangenheit und an der Sorge um das Schicksal künftiger Generationen.
Die Menschheit wurde in ihrer ganzen Geschichte durch Kriege erschüttert. Allein im vergangenen Jahrhundert kamen hunderte Millionen unschuldiger Menschen in Kriegen um.

Jetzt, zu Beginn des XXI. Jahrhunderts, stellen Machthaber - statt dem Volk Wohlergehen zu sichern - mit dem Vermögen des Volkes erneut hochgerüstete Armeen auf, produzieren sie Waffen und handeln damit, wollen sie mit Waffen und militärischer Gewalt äußere und innere Probleme lösen, um ihre eigenen Interessen zu wahren. Dabei ist ihnen auch jetzt wieder das Leben vieler Menschen, das Leben von Kindern, Frauen und Alten, nicht zu schade. Die Völker vieler Länder werden zu Geiseln der Macht, werden zu einer erbärmlichen Existenz, zu Armut, Unrecht und Gesetzlosigkeit verdammt.

Die Menschenrechte werden verletzt, es wächst die Zahl der ungeheuer Reichen, der Milliardäre, der Millionäre. ..
Mit lauter Stimme rufe ich: Wann findet das endlich ein Ende?  Leider kommt keine Antwort. Aber das Volk muss antworten!

Ihr Menschen!

Hört die Stimme eines alten Soldaten, in der sich Stimmen und Klagen all der vielen Kriegsopfer vereinen.
Denkt an die Zukunft, die schon durch das Heute bestimmt wird!
Erfüllt eure Bürgerpflicht im Andenken an die Gefallenen der Kriege und vor Gott!
Findet und behauptet euern Platz im Kampf für die eigene Zukunft, die Zukunft eurer Kinder und Enkel, für euer Leben ohne Angst und Gewalt!

Mit ihrem Appell rufen Euch die Veteranen des vergangenen Krieges dazu auf, zeigen sie Euch den Weg!
Meine Hoffnung gilt der jungen Generation, deren Pflicht es ist, das Leben auf unserem Planeten vor einem atomaren Orkan zu retten.

FRIEDEN und GLÜCK für euch alle!

Veteran, Invalide des vergangenen Krieges

Viktor Sergejewitsch Maximow
Jekaterinburg
- Dresden 2005