Impressum Zur Homepage der Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland 10.09.2005




Bericht zur Hilfe für das Kinderheim Tschernousovo bei Jekaterinburg im Ural


Stand: September 2005     * * *     Bildeindrücke:   Bild 1     Bild 2   Bild 3   Bild 4   Bild 5

Projekte, die der Vergangenheitsbewältigung gewidmet sind, sollten immer auch Aspekte der Zukunft beinhalten. Aus diesem Grund engagiert sich unser Verein neben der Hilfe für Kriegsveteranen für mehrere Waisenhäuser, schwer­punkt­mäßig für das Kinderheim in Tschernousovo, einem Dorf einige Kilometer vor den Toren Jekaterin­burgs im Ural.
Als wir das Heim 1994 zum ersten Mal besuchten, bot sich uns ein erschreckendes Bild. Es mangelte an allem, ins­be­son­dere an Nahrungs­mitteln und hygienischen Lebens­be­din­gungen. Die Folge waren Krankheiten. Eine effiziente Be­hand­lung war aufgrund der miserablen Ortsanbindung und der Lage fernab städtischer Zivilisation nur spora­disch mög­lich. Hinzu kam die bezeichnende Lage, dass es in einem Heim für Kinder keine Spielsachen gab und schulischer Unterricht mit einfachen Mitteln auf engstem Raum stattfinden musste.

Seit dieser Zeit hat unser Verein viel erreicht. Mit hilfe des persönlichen Engagements zahlreicher Helfer vor Ort und hier in Deutschland sowie finanzieller Unterstützung von Seiten der Stiftung "West-Östliche Begegnung" und der Robert-Bosch-Stiftung hat das Heim große Fort­schritte im Bereich der Ausbildung gemacht und ein lebenswürdigeres Umfeld für seine 120 jungen Bewohner geschaffen.
Von Beginn an stand die Versorgung des Waisenhauses unter der Überschrift "Hilfe zur Selbsthilfe". In einem modernen Ofen wird heute eigenes Brot gebacken, das neu errichtete Näh­ma­schi­nen­ka­binett bietet jungen Mädchen die Möglichkeit zum Erlernen handwerklicher Fähig­keiten, und auch für die zahlreichen Jungen sollen demnächst erste vier Arbeitsplätze für die Holzverarbeitung entstehen. (Ein Platz kostet 400,- Euro, nötig sind 10 bis 15 Plätze.)

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Grundlegende Berufserfahrungen sind nach dem Verlassen der Internatsschule von existenzieller Bedeutung für die Schul­ab­gänger. Wachgerüttelt von unseren Aktivitäten ini­ti­ier­te die Bezirksbehörde die Errichtung einer befestigten Straße zum Lager sowie den Neubau eines großen Schulgebäudes. Erstmals gab es im Lager auch eine menschen­würdige Toi­lette. All das sind gute Voraussetzungen für die kommenden Jahre.

Um uns ein persönliches Bild von der Lage zu machen, be­su­chen wir das Heim einmal im Jahr vor Ort. Gemeinsam mit dem Heimleiter, Herrn Eichhorn, und Swetlana Sergejewna, der Schuldirektorein, besprechen wir dann die weitere Vor­ge­hensweise, stimmen notwendige Maßnahmen ab, setzen Prioritäten. Denn noch liegen wichtige Aufgaben vor uns. So sind die Schlaf- und Essräume auch heute noch in einem ärmlichen Zustand. Duschen gibt es nicht, gebadet wird ein­mal in der Woche im Nachbardorf. Ein Sport- und Spielplatz würde die Lebensqualität der Mädchen und Jungen entschie­den verbessern.


Dennoch: Das Erreichte macht uns Mut und gibt Kraft für künftige Anstrengungen. Auch weiterhin möchten wir mit unseren Aktivitäten denen eine Zukunft geben, die sonst keine hätten - den Kindern von Tschernousovo.

Wir bauen auf Ihre Unterstützung und würden uns über Ihre Spende freuen.

Allen bisherigen Spendern, besonders auch in Verbindung mit dem Vermächtnis von Prof. Rolf Lehmann, sagen wir

Herzlichen Dank!

Wer unsere Aktivitäten, insbesondere die (nicht gerade billigen) Hilfstransporte unterstützen will, tut das am besten mit einer Geldspende auf unser Konto. Wir sind berechtigt, steuerwirksame Spendenbestätigungen auszustellen.

Bankverbindung:

Ostsächsische Sparkasse Dresden,   BLZ 850 503 00,   Konto Nr. 312 020 62 01

Kontakt:

1. Vorsitzende: Dr. Hannelore Danders, Am Anger 31, 01237 Dresden; Fon/Fax (0351)2841678

2. Vorsitzender: Dr. Hans-Georg Heike, Wilhelm-Weitling-Str. 29a, 01259 Dresden; Fon (0351)2037984

Schatzmeisterin: Renate Schimke, Zschertnitzer Straße 66, 01219 Dresden; Fon (0351)4764252








Bild 1:   "Unser Kinderheim" - Zöglinge in Sachen aus Dresden









Bild 2:   3. Klasse beim Zeichen-Musik-Unterricht









Bild 3:   Der Gouverneur initiierte den Bau einer Schule









Bild 4:   Eine Schneiderwerkstatt entsteht









Bild 5:   Kinderheim Tschernousovo im tiefen Winter