Impressum Zur Homepage der Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland 02-04/2005



ЗА МИР БЕЗ ВОЙН

Für eine Welt ohne Kriege

Appell russischer und deutscher Veteranen und Opfer des Zweiten Weltkriegs
an die Völker und Regierungen

Als der Zweite Weltkrieg endete, nahmen wir an, nach diesem zerstörerischsten Krieg der Menschheitsgeschichte wäre die Anwendung von Waffen zur Lösung zwischenstaatlicher Probleme für immer ausgeschlossen. Aber auch nach 60 Jahren bleibt der Kampf für den Frieden hochaktuell.

Deshalb erklären wir im Bewusstsein unserer Verantwortung:

Kriege werden von Politikern begonnen, aber die Völker bezahlen dafür mit ihrem Blut.
Es gab eine Zeit, da wir uns gegenseitig nur durch das Visier von Waffen ansahen. Jetzt aber stehen wir zu­sam­men. Die Sehnsucht nach Frieden und das gegenseitige Verstehen das ist es, was wir den uns nachfolgenden Generationen hinterlassen wollen. Ein jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Wir russischen und deutschen Veteranen und Opfer des Krieges, Kinder Gefallener, Kinder des Krieges, wir wenden uns an die Öffentlichkeit mit dem Ruf: Die Völker der Welt müssen um ihr Recht auf ein Leben ohne Kriege kämpfen!
Mit jedem Jahr werden wir, Zeugen jener furchtbaren Ereignisse, immer weniger. Deshalb richten wir diesen Appell an die heranwachsenden Generationen, an die Veteranen aller Kriege, an alle Menschen guten Willens, unabhängig von ihren politischen und religiösen Überzeugungen, an die Regierungen und Staatsoberhäupter, an die Orga­ni­sa­tion der Vereinten Nationen:

Unter der Ägide der UNO soll eine internationale Konferenz einberufen werden, auf der ein Programm

"Das XXI. Jahrhundert Jahrhundert ohne Waffen und Kriege"

angenommen wird. Teilnehmer der Konferenz sollten nicht nur Vertreter der exekutiven Macht, sondern auch Ver­tre­ter der Völker und Vertreter gesellschaftlicher Orga­ni­sationen sein.

Den Regierungen aller Länder empfehlen wir als vorrangige Aufgaben ihrer Politik:

  1. Einstellung der Produktion und des Handels mit Waffen und Übergang zur schrittweisen Verringerung der Armeen.
  2. Eintreten für ein System zur friedlichen Lösung internationaler Konflikte unter UNO-Aufsicht.
  3. Übergang der Staaten von Bestrebungen gegenseitiger Sicherheit zu einem System kollektiver Sicherheit.
  4. Schaffung international gültiger Gesetze, die Staats- und Regierungschefs für die Verletzung von Beschlüssen der UNO verantwortlich machen.
  5. Vervollkommnung der Organisation internationaler friedensstiftender Kräfte und der Kontrollstrukturen für die Erfüllung der UNO-Beschlüsse.

Angenommen auf Konferenzen von Veteranen und Opfern des Zweiten Weltkriegs mit Unterstützung gesellschaftlicher Organisationen, von Menschenrechts- und Jugendorganisationen sowie von Vertretern der Kirchen.

Dresden / Tscheljabinsk / Jekaterinburg 2005




Herausgeber und V.i.S.d.P.: Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e.V., Dresden